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Von New York nach Schramberg: Die lange Reise eines Steinway-Flügels
Ein Musikinstrument mit bewegter Geschichte hat seinen Weg in den Schwarzwald gefunden. Der restaurierte Steinway & Sons Flügel Modell A aus dem Jahr 1916 blickt auf eine außergewöhnliche Reise zurück: gebaut in New York, nach Uruguay gelangt und Jahrzehnte später in Montevideo von einem deutschen Musiklehrer entdeckt. Sein Weg führte schließlich in den Schwarzwald, wo er in der Klavierbauwerkstatt von Nils Hötzel (Firma Schwarzwald Piano) in Schramberg aufwendig restauriert wurde.
Hinter der Firma Schwarzwald Piano steht der ausgebildete Klavierbauer Nils Hötzel, der den Beruf bereits in dritter Generation ausübt. Seit fast 20 Jahren widmet er sich mit Leidenschaft dem traditionellen Klavierbau und der Restaurierung historischer Instrumente. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern lebt er seit über 7 Jahren in Schramberg, wo er sich mit seiner eigenen Werkstatt im Gewerbepark H.A.U. einen Namen gemacht hat. „Mir ist es wichtig, den originalen Charakter dieser Instrumente zu erhalten“, erklärt Nils Hötzel. „Viele historische Flügel werden heute mit modernen Bauteilen versehen oder technisch vereinfacht. Dadurch verlieren sie oft genau das, was ihren besonderen Klang ausmacht.“.
Für die Restaurierung wurde der Steinway-Flügel vollständig zerlegt. Der heute über 100 Jahre alte Resonanzboden besteht aus feinstem Fichtenholz, das bereits lange vor dem Bau des Instruments über Jahrzehnte hinweg getrocknet worden war. Dieses Holz stammt von einem Baum, der bereits damals ein Alter von weit über 100 Jahren erreicht haben dürfte. „Mit solchen hochwertigen Werkstoffen zu arbeiten erfüllt mich mit großem Respekt“, sagt Hötzel. „Man spürt die Geschichte und die Qualität des Materials in jedem Arbeitsschritt.“ Gerade der Resonanzboden gilt unter KlavierbauerInnen als Herzstück eines Flügels — und konnte in seiner historischen Substanz vollständig erhalten werden.
Auch die Besaitung des Flügels wurde vollständig erneuert. Darüber hinaus ersetzte Nils Hötzel sämtliche Filze und Verschleißteile der originalen Mechanik. Gerade dabei zeigte sich, wie anspruchsvoll eine authentische Restaurierung historischer Instrumente ist. Viele der ursprünglich verwendeten Materialien sind heute kaum noch erhältlich, da moderne Restaurierungen häufig den kompletten Austausch der Mechanik vorsehen.
Besondere Aufmerksamkeit galt daher auch kleinsten Details. Für bestimmte Lederteile der Mechanik wurde gezielt nach einem Material gesucht, das den Eigenschaften des historischen Originals entspricht: rau, äußerst strapazierfähig und von besonderer Stärke. Moderne Ersatzstoffe bestehen heute meist aus Kunstfaser oder Kunststoff und verändern Spielgefühl und Klangverhalten deutlich. Fündig wurde Hötzel schließlich bei einem regionalen Sattler, der hochwertiges Kamelleder liefern konnte — ein Material, das in Stärke, Beschaffenheit und Qualität ideal zum historischen Instrument passte.
Das Ergebnis ist kein modernisierter Konzertflügel, sondern ein authentisch restauriertes Original mit seiner eigenen klanglichen Persönlichkeit. Der Flügel besitzt heute wieder jene warme, farbige und zugleich tragfähige Klangsprache, für die frühe Steinway & Sons Instrumente weltweit geschätzt werden — ein Ton, der sich singend entfaltet, ohne an Klarheit oder Tiefe zu verlieren.
Die Arbeiten an dem Instrument waren äußerst zeitintensiv und verlangten über Monate hinweg höchste Präzision und Kompetenz. Für Nils Hötzel steht die Restaurierung deshalb auch stellvertretend für ein Handwerk, welches weit über reine Technik hinausgeht. „Solche Instrumente sind kulturelle Zeugnisse ihrer Zeit. Es macht mich stolz, einen Beitrag dazu leisten zu können, diese Klangkultur zu bewahren“, erklärt er auf Nachfrage.
Dass der außergewöhnliche Flügel künftig bei Konzerten in der Stadtkirche Schramberg erklingen wird, ist dabei ein weiterer besonderer Abschnitt seiner langen Reise — von New York über Montevideo bis nach Schramberg.
Steinway Flügel Modell A (1916)
Liebe Besucherinnen und Besucher,
in letzter Zeit war es hier ruhiger – ich habe meine Zeit intensiv meinen Instrumenten und Projekten gewidmet.
Rund um Schramberg eröffnen sich zunehmend neue Möglichkeiten für Pianistinnen und Pianisten, sich kreativ auszuleben. In der „Szene 64“ steht seit Kurzem ein KAWAI-Konzertflügel bereit – gespielt wurde er bereits unter anderem von Florian Wagner, dem Kabarettisten Markus Henrik alias Dr. Pop und zuletzt von Pianist und Sänger Michael von Zalejski bei der wunderbaren musikalischen Hommage an Udo Jürgens. Der Raum mitsamt Flügel kann auf Anfrage gemietet werden, Anfragen leite ich gerne weiter. Bald wird außerdem ein Steinway-Flügel aus New Yorker Produktion in der Stadtkirche erklingen und für besondere Momente sorgen.
Eine riesige Freude waren auch die vielen Instrumente, die in den letzten Monaten repariert, aufgearbeitet und verkauft wurden.
Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, wenn Kinder an meinen Klavieren musikalisch wachsen, ihre Fähigkeiten entfalten und über Jahre ein hohes Niveau erreichen. Jedes Klavier wird so zu einem wichtigen Teil ihres Lebens, das Freude und Erinnerungen schenkt. Zu wissen, dass meine Arbeit anderen Menschen Sinn und musikalische Bereicherung bringt, macht meinen Beruf für mich besonders wertvoll.
Auch weiterhin bleibt es in der Werkstatt nicht still – ganz im Gegenteil. Ein einzigartiger Flügel, gefertigt in der traditionsreichen Klavierfabrik Wilhelm SCHIMMEL in Braunschweig, wird derzeit in meiner Werkstatt vollständig aufgearbeitet. Zu diesem besonderen Instrument wird es bei der Fertigstellung zahlreiche Informationen, Bilder und Videos geben.
SCHIMMEL Flügel in Silber mit Chrom
Aufgrund der allgemein gestiegenen Kosten in vielen Bereichen sehe ich mich leider dazu veranlasst, meine Preise für Klavierstimmungen und Serviceleistungen moderat anzupassen.
Dabei bleibt mein Anspruch unverändert: höchste Sorgfalt bei der Arbeit und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis für meine Kundinnen und Kunden.
Als ausgebildeter Fachmann mit bald 20-jähriger Erfahrung in der dritten Generation
biete ich einen zuverlässigen und hochwertigen Service. Die Instrumente meiner
Kundinnen und Kunden erfahren bei mir höchste Wertschätzung, und ich nehme mir
bewusst ausreichend Zeit für jede Arbeit vor Ort, um die bestmögliche Qualität
zu gewährleisten.
Eine Übersicht zu den Kosten für eine Klavierstimmung finden Sie unter dem Menüpunkt „Dienstleistungen“.
Schon heute werden in vielen Klaviergeschäften neue deutsche Klaviere und Flügel als hochwertige Nieschenprodukte geführt. Dafür gibt es aus Händlersicht durchaus auch plausible Gründe. Doch die Verantwortung auf die Kunden abzuschieben wäre zu kurz gegriffen. Selbstverständlich können Beethovens Sonaten und Bachs Sinfonien auch auf einem Klavier klingen, welches den weiten Weg aus Fernost in unser Wohnzimmer gefunden hat. Doch wie kann es sein, dass unsere Gesellschaft mit einer Gleichgültigkeit akzeptiert, wir uns mit minderer Qualität und weniger Vielfalt zufrieden geben? Insbesondere in Deutschland, wo jede einzelne Klavierfabrik auf eine unfassbar große Historie zurückblicken kann (beispielsweise Carl Sauter Pianofortemanufaktur gegründet 1819, Grotrian Steinweg 1835, C. Bechstein Pianoforte GmbH 1853). Es sollte von Bedeutung sein, diese Klavierkultur zu erhalten. Wir Klavierbauer müssen hier unseren Teil beitragen und unseren Kunden eine solide und beeindruckende Arbeit bieten, Sie an unserer Leidenschaft teilhaben lassen. Es ist auch unsere Pflicht, auch aus eigenem Interesse, einen einfachen Zugang zum Instrument zu schaffen. Musikschulen und der regionale Handel müssen hier Hand in Hand arbeiten. Das Klavier ist und bleibt in erster Linie ein Instrument für die Familie. Und genau hier sollten wir auch unsere Prioritäten setzen. Die zwei größten deutschen Reiseanbieter verzeichnen, im Gegensatz zu vielen anderen Branchen, das umsatzstärkste Jahr in Folge. Wenn kleine Wohnzimmerkonzerte mit der Familie am Klavier wieder zu den schönsten Stunden im Jahr gehören, werden auch wieder die exklusive Klänge der kleinen traditionsreichen Hersteller bei uns Einzug halten. Mit jedem neuen Tag komme ich mit meiner Arbeit diesem Ziel näher.
Abschließend einen großen Dank an alle Verantwortlichen der örtlichen Musikschulen hier im mittleren Schwarzwald.
Im Deutschlandfunk finden Sie HIER ein Interview mit dem Geschäftsführer der Firma Blüthner, Herrn Christian Blüthner - Haessler, zur aktuellen Situation der deutschen Klavierbauer.
Deutsche Klavierbauer in Schieflage?
Zeit zum feiern sollte aber sein. An dieser Stelle möchte ich mich für das Vertrauen bedanken, welches mir meine Kunden jeden Tag geben. Für die Unterstützung, die ich von meiner Familie und meinen Freunden bekomme, um die Firma Schwarzwald Piano weiterhin erfolgreich nach vorne zu bringen. Selbstverständlich auch den vielen Geschäftspartner für die tolle Zusammenarbeit. Ohne tatkräftige und zuverlässige Spediteure würden wohl nur sehr wenige Klaviere den Platz beim Kunden finden - Herzlichen Dank!
Jubiläum im März
Im Stadtteil Tennenbronn musste der über 100 Jahre alte IBACH Flügel im Pfarrsaal dringend ersetzt werden. Ein Instrument für anspruchsvolle Konzerte wurde gesucht. Robust in Bezug auf Konstruktion und Stimmstabilität und dennoch sehr fein im Anschlag und Klang.
Bei meinem guten Freund Eric van Oldeniel von "van Oldeniel Piano's" wurde ich schließlich fündig. Um 4 Uhr am Morgen ging es von Schramberg aus in die wunderschöne Hansestadt Deventer in den Niederlanden. Schon am nächsten Tag stand im Pfarrsaal Tennenbronn ein neuwertiger und ausgesuchter YAMAHA Flügel (Modell C3, u.a. ausgestattet mit einem "Dampp Chaser" Klimakontrollgerät). Mit meinen Möglichkeiten kann ich einen Beitrag leisten und der Jugend in der Region die Chance geben, auf hervorragenden Instrumenten zu lernen. Neben dem eigens ausgeführetem Transport, wurden auch die Flügeldecke, ein Klavierstuhl und div. Serviceleistungen rund um den Flügel, von meiner Firma zur Verfügung gestellt bzw. ausgeführt. Auch vermeitlich schwer zu realisierende Ziele sind zu schaffen, wenn starker Rückhalt gegeben ist und der Glaube auf ein erfolgreiches Gelingen nicht aus den Augen verloren geht. Ich hatte bei diesem Auftrag das vollste Vertrauen aller Beteiligten und bedanke hierfür ganz herzlich.
Im Schwarzwälder Boten gibt es HIER einen Artikel zur Matinee in Tennenbronn mit anschließender Seegnung des neuen Flügels.
YAMAHA C3 bei van Oldeniel Piano's, verpackt für den Transport in den Schwarzwald
Kleine Randnotiz für alle Fans der Beatles:
John Lennons "Imagine" wurde 1971 veröffentlicht und ein Jahr zuvor in seinem londoner Apartment auf einem Nussbaum furnierten Steinway Modell Z - Baujahr 1970 - komponiert ;).
Einen spannenden Artikel hierzu findet man HIER auf David Crombies Piano News.
Schönes Steinway Mod. Z Nussbaum
DAS Kult-Instrument der Firma Scholze. Geplant ist neben Neubesaitung in jedem Fall die Aufarbeitung des Korpus - passend zum harmonischen Design, wird die Seitenwand in hellem Eiche-Farbton, der Ober- und Unterrahmen in gebrochenem Weiß lackiert.
Neu in meiner Werkstatt; das PFEIFFER Konzertklavier Modell 138 (!) Mit perfekt erhaltenen Hammerköpfen (Original Filze der Firma Renner), einer fast ungespielten Mechanik, welche ein sehr leichtes und freies Spiel ermöglicht. Ein hervorragend erhaltenes Pfeiffer Klavier, original und authentisch aus dem Jahr 1935. Erscheint zeitnah mit allen Details auf der Seite "Verkauf".
Tolle Instrumente im Herbst
https://www.instagram.com/schwarzwaldpiano
restaurierter Blüthner Flügel mit Geschichte!
Restauration SCHWECHTEN Flügel Mod. 210
Beeindruckende Kirche St. Laurentius
Restauration Schiedmayer Mod. 14
Konzertvorbereitung
Blick auf Homburg im Saarland
Neues aus der Werkstatt
Frohes Neues Jahr!
HIER gehts zum Video.
PURESIGHT Videodreh in der Werkstatt
Hier gehts zur Website von Frau Obergfell, die erste Adresse rund um's Redenschreiben..
Redenwerkstatt in Tennenbronn
KAWAI Kinderklavier
Steingräber Klavier
Mostkappen Pedal
Schimmel Flügel
Hier gehts zur Website von Herrn Jehle.
Flügelstimmung von Shigeru Kawai Flügel
Blüthner Flügel
Schiedmayer Klavier
Blüthner Flügel
Komplett restauriertes Thürmer Klavier
Leo am Steinway Flügel

